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Angeln im Regen

Angeln im Regen!

Angeln im Regen! Da ich bei der letzten Session an dem Fluss Regen leider ein paar schöne Fische verloren habe, wollte ich jetzt nochmal hin, um meine Blamage vom letzten Mal vergessen zu machen. Natürlich sagte auch Testangler Tobi nicht nein, als ich ihm eine letzte große Herbstsession vorschlug. Um einen Fangerfolg sicherzustellen, fütterten wir eine Woche vorher an. Gefüttert wurden ausschließlich die Kugeln von Bavarian Baits und diesmal auch kein Mais um den Aiteln Einhalt zu gewähren. Uns war wichtig, dass sich die Boilies schnell auflösten, da die Wassertemperatur nicht gerade hoch war. Anfangs fütterten wir noch wenig, doch als wir einige Aktionen am Wasser sahen, erhöhten wir die Futtermenge ein bisschen. Nur am letzten Tag der Futteraktion fütterten wir nur die Hälfte der täglichen Ration, um keine vollen Bäuche bei den Fischen zu erzeugen.Endlich war es Donnerstag und gleich nach der Uni wurde das Tackle gepackt – doch es dauerte bis zum späten Nachmittag bis mich meine häuslichen Pflichten ans Wasser ließen. Auch Tobi schaffte es nicht früher ans Wasser, weshalb wir erst im Dunkeln aufbauen konnten. Eigentlich kein Problem, aber als es darum ging die Ruten rauszufahren, bemerkte ich erst den gewaltigen Wasseranstieg und die damit verbundenen Probleme. Große Äste, Pflanzen und sämtlicher Abtrieb erschwerten uns die Arbeit. Ohne Absenken der Ruten wäre ein Fischen unmöglich gewesen. Auch der dichte Nebel machte diese Nacht mehr zu einem Abenteuer als einem gemütlichen Fischen. Im Boot verlor man jegliche Orientierung, da man keinen Meter weit sehen konnte. Wer das schon einmal erlebt hat, weiß, wovon ich spreche.

Um ca. 22 Uhr konnten wir es uns dann endlich im Zelt bequem machen und ich konnte endlich meine nassen Socken trocknen. Die übliche Spaßfrage „Wann könnte der erste Biss kommen?“ war in diesem Fall außergewöhnlich. Wir einigten uns darauf, dass Mitternacht eine gute Zeit wäre, um den ersten Fisch zu fangen.

Bei der Kälte genossen wir erst einmal einen heißen und wohlverdienten Glühwein und wärmten uns in unserem beheizten Zelt auf.  

Schon bald bekamen wir dann den ersehnten Biss. Ein Vollrun vom Feinsten bewegte Tobi an die Rute. Ein schneller Blick auf mein Handy verriet mir die Uhrzeit – und was soll ich sagen, es war genau 0 Uhr. Nach einem starken Drill durfte der Fisch, der respektable 10,5 kg auf die Waage brachte, zum kurzen Fotoshooting an Land.  

Als wieder Ruhe eingekehrt war, lachten wir über unseren perfekten Tipp bezüglich der Uhrzeit und beschlossen daraufhin, dass nach der Unruhe auf dem Platz halb 3 eine gute Zeit für den nächsten Run wäre. Zu unserem großen Erstaunen stand ich dann tatsächlich fast pünktlich um 5 Minuten nach halb 3 an der Rute und drillte. Das Ergebnis war ein schöner und langgezogener Flusskarpfen mit 10 kg. So hatten wir also schon nach ein paar Stunden unser Soll erfüllt und konnten die nächsten drei Tage entspannt auf uns zukommen lassen.

Fisch Nummer drei ließ dann glücklicherweise ebenfalls nicht lange auf sich warten und so klingelte in den frühen Morgenstunden erneut Tobis Fischwecker. Diesmal war deutlich mehr Gewicht zu spüren und wir freuten uns schon auf den ersten Sichtkontakt. Als sich uns dann ein prächtiger Spiegler zeigte, waren wir überglücklich – und das Gewicht von 13 kg konnte sich schließlich auch sehen lassen.

Noch voller Adrenalin ließen wir uns dann erst einmal unser Frühstück schmecken und genossen die schöne Zeit am Wasser. Zu unserem Leidwesen bemerkten wir kurze Zeit später den schnell sinkenden Wasserstand, der sich negativ auf das Bissverhalten auswirken sollte.

Die nächste Nacht und den anschließenden Tag blieben unsere Delkim leider stumm.

Erst als sich das Wasser wieder auf Normalstand einpendelte, bekamen wir noch ein paar schöne Fische an den Haken.

Wir konnten also an diesen 3 Tagen, bei einer Wassertemperatur von 10 Grad, insgesamt 7 Karpfen zwischen 6 und 13 kg fangen, sowie einige Aiteln, die trotz der reinen Boilie-Fütterung nicht ferngeblieben sind. Alles in allem war es eine erfolgreiche Session und wir freuen uns schon auf das nächste Angeln im Regen.

Euer Bavarian Baits Team